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Die Paket(tor)tour

Manche kaufen mehr, manche weniger, aber sehr viel tun es: Online shoppen – gehört heutzutage ja zum Alltag. Ich bin, was online einkaufen betrifft, Eine der anfälligsten Kaufsüchtler schlechthin. Leider kommt es dann auch mal vor, dass am selben Tag drei verschiedene Pakete ankommen können.

Könnt ihr euch vorstellen – mit 33 war ich noch Jungfer. Festival-Jungfer um genau zu sein. Keine Ahnung warum ich es nie zu einem Festival wie Nova Rock, Rock am Ring oder Frequency geschafft habe, aber heuer sollte es endlich mal ein erstes Mal geben. 

Seit meiner neuen Stelle habe ich neben den Aufgaben im Job noch eine weitere tägliche Challenge zu bewältigen: Der Kampf durch die Rush Hour auf der Südosttangente.

Es ist unglaublich, was so alles in einem Büro passieren kann… Nichts ahnend und brav über der Arbeit grübelnd werkelt man so vor sich hin – bis ein komplett unspektakulärer Nieser ’s arme Konnylein vollends lahmlegt.

Immer wieder mal zieht es uns in gewisse Hallen, wo im Grunde nur eine ungefähr zwei Tonnen Kugel auf einen ca. 3 Kilometer langen Weg ins Nirvana zu zehn unschuldigen Holzmännchen geschickt wird, welche, wenn möglich natürlich alle, brutalst aus dem Weg geräumt werden, sodass das Geschoss im Endeffekt mit lautem Karacho untertauchen kann.

Normalerweise vergeht mit ziemlich schnell das Lachen, wenn ich einen A4 großen Brief von unserer Mietwagenfirma bekomme… die netten Mitarbeiter dort schreiben mir leider nie schnulzige Liebesbriefe oder sonst hübsche Zeilen, nein, sie schicken immer nur diese blöden Strafzettel weiter, weil sie sie selbst nicht bezahlen wollen.

Wir waren mal wieder in Wien unterwegs… um genau zu sein – wir schlenderten gerade gemütlich vom Floridita zu unserem netten Luca, der schon auf uns wartete. Aber unserem Grüppchen gingen die Ziggis aus und da musste natürlich Nachschub her – auch wenn in meinem Auto selbstredend Rauchverbot herrscht (passe mich dem neuen „albernen“ Rauchergesetz klar an) ;).

Als ich meine sieben Sachen für Barcelona packte, dachte ich natürlich an bequeme Schuhe. Dumme Nuss wie ich bin, meinte ich, dass Ballerinas schon ausreichen würden – schließlich latsch ich mit denen auch öfters quer durch Wien und hatte nie Probleme … und dann kam Spanien.

Vor fünf Minuten war ich noch sauer: Eine circa 50jährige Platin blonde Schickimickitussi im Pelz fuchtelte wild mit ihren fein säuberlich manikürten, aber trotzdem faltigen Fingern in der Luft herum, weil ich es mir erlaubt hatte, mich mitsamt Roller an ihren C3 vorbeizuschlängeln als die Ampel rot war.

9/9